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Über Mathematica

Mathematica ist die einzige voll integrierte Umgebung für „Technical Computing". Mathematica erschien 1988 und hat seitdem tiefgreifend beeinflußt, wie Computer in vielen technischen und anderen Bereichen genutzt werden.

Häufig wird gesagt, daß die Herausgabe von Mathematica den Anfang des „Technical Computing" markierte. Seit den 60er Jahren hatte es individuelle Softwareanwendungen für spezielle numerische, algebraische, grafische und andere Aufgaben gegeben. Das visionäre Konzept von Mathematica bestand nun darin, ein für allemal ein einziges System zu erzeugen, das alle unterschiedlichen Aspekte des wissenschaftlichen und technischen Rechnens auf einheitliche Weise handhaben konnte. Der intellektuelle Fortschritt, der dies ermöglichte, war die Erfindung einer neuen Art Computersprache, die zum ersten Mal die umfassende Vielfalt der Objekte, die beim wissenschaftlichen und technischen Rechnen zu berücksichtigen sind, mit einer geringen Anzahl Grund-Primitiven manipulieren konnte.

Als Mathematica 1.0 erschien, schrieb die New York Times, daß „die Bedeutung des Programms nicht übersehen werden kann", und Business Week zählte Mathematica später dann zu den zehn wichtigsten neuen Produkten des Jahres. Mathematica wurde in der technischen Gemeinschaft auch als eine bedeutende intellektuelle und praktische Revolution gepriesen.

Zuerst machte sich Mathematicas Einfluß in den Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie in der Mathematik bemerkbar. Mit der Zeit ist Mathematica dann aber auch für bemerkenswert viele andere Gebiete bedeutsam geworden. Mathematica wird heute in allen Wissenschaften—physikalischen, biolologischen, gesellschaftlichen und anderen—eingesetzt, und es wird von vielen führenden Wissenschaftlern der Welt enthusiastisch unterstützt. Es hat eine entscheidende Rolle in vielen wichtigen Entdeckungen gespielt und war die Grundlage für tausende von wissenschhaftlichen Veröffentlichungen. In den Ingenieurwissenschaften ist Mathematica zu einem Standardwerkzeug sowohl für die Entwicklung als auch die Produktion geworden; mittlerweile wird Mathematica weltweit bei der Herstellung von vielen wichtigen neuen Produkten eingesetzt. Im Handel hat Mathematica eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung von ausgereiften Finanzmodellen gespielt und wird auch verbreitet in vielen Arten der allgemeinen Planung und Analyse eingesetzt. Mathematica ist auch zu einem wichtigen Werkzeug in der Informatik und Softwareentwicklung geworden: seine Sprachkomponente wird verbreitet als Forschungs-, Prototyping- und Schnittstellen-Umgebung eingesetzt.

Der größte Teil von Mathematicas Anwendergemeinde besteht aus technischen Profis. Aber es wird auch oft im Bildungsbereich eingesetzt, wo es jetzt viele hundert Kurse—von der Sekundar- bis zur Graduiertenstufe—gibt, die Mathematica nutzen. Außerdem ist Mathematica, seit es Studentenversionen gibt, auf der ganzen Welt zu einem wichtigen Werkzeug für Studenten geworden.

Die Mathematica Anwenderschar ist verblüffend vielfältig. Sie umfaßt alle Kontinente, alle Altersstufen ab 10 Jahren, und dazu gehören zum Beispiel Künstler, Komponisten, Sprachwissenschaftler und Rechtsanwälte. Darunter gibt es auch viele Laien aus allen Lebensbereichen, die mit Mathematica ihren Interessen an den Wissenschaften, der Mathematik und in der Computerei nachgehen.

Seitdem Mathematica zum ersten Mal herauskam, wuchs die Anzahl der Anwender kontinuierlich, und mittlerweile beträgt sie insgesamt über einer Million. Mathematica ist zum Standard in einer großen Anzahl Organisationen geworden, und es wird heute in allen der Fortune 50-Firmen eingesetzt, in allen der wichtigsten 15 Abteilungen der Regierung der Vereinigten Staaten und allen 50 größten Universitäten der Welt.

Vom technischen Standpunkt aus wird Mathematica weithin als eine große Sofware-Engineering-Leistung angesehen. Es ist eines der größten je entwickelten Anwendungsprogramme, und es enthält eine umfangreiche Anzahl neuartiger Algorithmen und wichtiger technischer Erneuerungen. Zu diesen Innovationen gehört das Konzept eines plattformunabhängigen Dokumentes, des „Notebooks". Notebooks sind bereits zum Standard für viele Unterrichtsmaterialien und Reports geworden; dank der neuen Möglichkeiten von Version 3.0 werden sie sicher zu einem allgemeinen Standard für die Veröffentlichung technischer Dokumente auf dem Web und anderswo werden.

Die Entwicklung von Mathematica wurde bei Wolfram Research von einem Weltklasse-Team, angeleitet von Stephen Wolfram, durchgeführt. Der Erfolg von Mathematica hat zum fortgesetzten Wachstum von Wolfram Research beigetragen und hat auch eine große Gemeinde unabhängiger, aber mit Mathematica zusammenhängender, Unternehmen entstehen lassen. Es gibt heute beinahe einhundert spezialisierte kommerzielle Pakete für Mathematica, sowie mehrere Zeitschriften und mehr als zweihundert Bücher zu Mathematica.

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