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InhaltFortgeschrittenes Thema: Finden und Manipulieren von Dateien

1.11.1 Lesen und Schreiben von Mathematica-Dateien

Sie können Definitionen und Ergebnisse von Mathematica in Dateien Ihres Computersystems abspeichern. Der allgemeinste Ansatz besteht darin, alles als reinen Text abzuspeichern, der sich für die Eingabe in Mathematica eignet. Bei diesem Ansatz werden von einer Mathematica-Version, die auf einem Computersystem läuft, Dateien produziert, die von einer Version, die auf einem beliebigen anderen Computersystem läuft, gelesen werden kann. Derartige Dateien können außerdem durch andere Standard-Programme, wie zum Beispiel Texteditoren, manipuliert werden.

Lesen und Schreiben von Dateien

Dies multipliziert aus und schreibt das Ergebnis in eine Datei mit Namen tmp.

In[1]:= Expand[ (x + y)^3 ] >> tmp

Hier ist der Inhalt von tmp. Er kann direkt als Eingabe für Mathematica verwendet werden.

In[2]:= !!tmp

x^3 + 3*x^2*y + 3*x*y^2 + y^3

Dies liest tmp ein und evaluiert dabei die darin enthaltenen Mathematica- Eingaben.

In[3]:= <<tmp

Out[3]=

Wenn Sie sich mit dem Unix-Betriebssystem auskennen, werden Sie die Mathematica-Umleitungsoperatoren >>, >>> und << als Entsprechungen zu den Unix-Shell-Operatoren >, >> und < erkennen.

Die Umleitungsoperatoren >> und >>> eignen sich sehr gut zur bequemen Abspeicherung von Ergebnissen, die Sie von Mathematica erhalten haben. Mit der Funktion Save["name", f, g, ... ] können Sie Definitionen für Variablen und Funktionen abspeichern.

Speicherung von Definitionen in reinen Text-Dateien

Hier ist eine Definition für eine Funktion f.

In[4]:= f[x_] := x^2 + c

Dies gibt c den Wert 17.

In[5]:= c = 17

Out[5]=

Dies speichert die Definition von f in der Datei ftmp.

In[6]:= Save["ftmp", f]

Mathematica speichert automatisch sowohl die eigentliche Definition von f als auch die Definition von c, von der sie abhängt.

In[7]:= !!ftmp

f[x_] := x^2 + c



c = 17

Dies löscht die Definitionen für f und c.

In[8]:= Clear[f, c]

Sie können die Definitionen, die Sie gespeichert haben, einfach wieder in Kraft setzen, indem Sie die Datei ftmp einlesen.

In[9]:= <<ftmp

Out[9]=

Typische Namen von Mathematica-Dateien

Wenn Sie eine Notebook-Oberfläche für Mathematica einsetzen, dann werden Sie mit der Mathematica-Benutzeroberfläche vollständige Notebooks speichern können, nicht nur Mathematica-Input und -Output, sondern auch Text, Grafik und anderes Material.

Es ist üblich, Mathematica-Notebooks Dateinamen zu geben, die auf .nb enden, und die meisten Mathematica-Versionen halten sich an diese Vereinbarung.

Wenn Sie ein Notebook mit der Mathematica-Benutzeroberfläche öffnen, wird Mathematica sofort den Inhalt des Notebooks darstellen; es werden jedoch normalerweise keine dieser Inhalte zur Evaluierung an den Kern gesendet, bis Sie dies explizit anfordern.

Innerhalb eines Mathematica-Notebooks können Sie jedoch mit dem Zellen (Cell)-Menü bestimmte Zellen als Initialisierungszellen kennzeichnen. Wenn Sie dies tun, wird der Inhalt dieser Zellen automatisch evaluiert, sobald Sie das Notebook öffnen.

Das I in der Zellklammer zeigt an, daß die zweite Zelle eine Initialisierungszelle ist, die evaluiert wird, sobald das Notebook geöffnet wird.

Mitunter ist es günstig, Mathematica-Material sowohl in einem Notebook, das dann erläuternden Text enthält, als auch in einem Paket, das nur reine Mathematica-Definitionen enthält, zu speichern. Sie erreichen dies, indem Sie Mathematica-Definitionen in Ihrem Notebook in Initialisierungszellen setzen. Jedesmal, wenn Sie das Notebook speichern, wird die Benutzeroberfläche Ihnen dann erlauben, eine zugehörige .m-Datei zu speichern, die nur die reinen Mathematica-Definitionen enthält.

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