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Stile und die Vererbung von OptionseinstellungenText- und Schriftoptionen

2.10.9 Optionen für Zellen

Mathematica bietet eine große Anzahl an Optionen für Zellen. Auf all diese Optionen kann über den Menübefehl Options-Inspektor (Option Inspector) der Benutzeroberfläche zugegriffen werden. Diese Optionen können entweder auf der Ebene der individuellen Zellen festgelegt werden oder auf einer höheren Ebene, die dann von den individuellen Zellen geerbt werden können.

Einige grundlegende Optionen zur Anzeige von Zellen

Dies erzeugt eine Zelle im Section-Stil mit vorgabemäßigen Einstellungen für alle Optionen.

In[1]:= CellPrint[Cell[" Eine Überschrift", "Section"]]

Dies erzeugt eine Zelle mit modifizierten Optionen für Dingbat und Hintergrund.

In[2]:= CellPrint[Cell[" Eine Überschrift", "Section",
CellDingbat->"\[FilledCircle]", Background->GrayLevel[.7]]]

Optionen zur Zell-Positionierung

Mit der Option CellMargins können horizontale und vertikale Ränder festgelegt werden, die um eine Zelle herum gelegt werden sollen. Wurde in der Benutzeroberfläche der Menübefehl Lineal zeigen (Show Ruler) gewählt, so können im angezeigten Lineal interaktiv mit den Rand-Stoppern die horizontalen Ränder eingestellt werden.

Wann immer sich eine Option auf alle vier Kanten einer Zelle beziehen kann, folgt Mathematica der Konvention, daß die Optionseinstellung die Form links, rechts, unten, oben hat. Durch Angabe von Werten ungleich Null für die Elemente oben und unten kann CellMargins Zwischenräume festlegen, die ober- und unterhalb einer bestimmten Zelle gelassen werden sollen. Diese Werte werden stets in Drucker-Punkten angegeben.

Hierdurch wird links von der Zelle ein Rand von 50 Punkten gelassen, darunter und darüber ein Rand von 20 Punkten.

In[3]:= CellPrint[Cell["Etwas Text", "Text",
CellMargins->{{50, 0}, {20, 20}}]]

Beinahe jeder Aspekt von Mathematica-Notebooks kann durch die eine oder andere Option kontrolliert werden. Noch detailliertere Aspekte können in der Regel durch „zusammengesetzte Optionen" wie CellElementSpacings gestaltet werden. Die Einstellungen für diese Optionen sind Listen von Mathematica-Regeln, die Werte für eine Folge von Unteroptionen liefern. Bei den Namen dieser Unteroptionen handelt es sich normalerweise eher um Zeichenketten als um Symbole.

Dies zeigt die Einstellungen für alle Unteroptionen an, die mit CellElementSpacings verknüpft sind.

In[4]:= Options[SelectedNotebook[ ], CellElementSpacings]

Out[4]=

Mathematica erlaubt Ihnen, Zellen in Textteile einzubetten. Die Option CellBaseline bestimmt, wie solche „Inline-Zellen" unter Berücksichtigung des umliegenden Textes vertikal ausgerichtet werden. In direkter Analogie zur Option GridBaseline für eine GridBox spezifiziert die Option CellBaseline, welcher Teil der Zelle als Grundlinie genommen werden soll.

Hier ist eine Zelle, die eine Inline-Formel enthält. Die Grundlinie der Formel ist an der Grundlinie des umgebenen Textes ausgerichtet.

Hier ist eine Zelle, in der der Fußpunkt der Formel an der Grundlinie des umgebenen Textes ausgerichtet ist.

Diese Ausrichtung wird mit der Einstellung CellBaseline->Bottom spezifiziert.

Optionen für untergeordnete Daten, die mit Zellen verknüpft sind

Oft ist es nützlich, zusätzlich zum eigentlichen Zellinhalt weitere untergeordnete Datensorten mit Zellen zu verbinden.

Zellen, die aufeinanderfolgende Zeilen mit Kern-Eingabe und Kern-Ausgabe enthalten, erhalten in einer Mathematica-Standardsession Kennungen der Form In[n]:= und Out[n]=. Die Option ShowCellLabel legt fest, ob solche Markierungen angezeigt werden sollen. CellLabelAutoDelete legt fest, ob die Markierung gelöscht werden soll, wenn der Zellinhalt modifiziert wird. In diesem Fall wird sichergestellt, daß In[n]:=- und Out[n]=-Kennungen nur mit unmodifizierten Teilen der Kern-Eingabe und -Ausgabe verknüpft sind.

In der Regel werden Zellvermerke dazu verwendet, Schlüsselwörter oder andere Attribute mit Zellen zu verknüpfen, nach denen mit Funktionen wie NotebookFind gesucht werden kann. Üblicherweise werden Hyperlink-Sprungziele in Mathematica-Notebooks mit Zellvermerken implementiert.

Mit der Option ConversionRules kann eine Liste mit Elementen wie "TeX" -> daten angegeben werden, die spezifizieren, wie der Inhalt einer Zelle in externe Formate konvertiert werden soll. Dies ist speziell dann von Bedeutung, wenn man eine Kopie der Originalform einer Zelle erhalten möchte, die von irgendeinem externen Format in das Mathematica-Notebook-Format umgewandelt wurde.

Optionen zur Kontrolle interaktiver Operationen an Zellen

Mit den Optionen Deletable, Copyable, Selectable und Editable läßt sich kontrollieren, welche interaktiven Operationen an Zellen erlaubt sein sollen. Durch Einstellen dieser Optionen in der Benutzeroberfläche auf False können alle Zellen in einem Notebook geschützt werden.

Wenn die Bearbeitung einer bestimmten Zelle erlaubt wird, kann Mathematica durch Setzen der Option CellEditDuplicate->True angewiesen werden, diese Zelle zu kopieren, ehe sie dann tatsächlich bearbeitet wird. Üblicherweise nutzen Zellstile, die die Ausgabe einer Mathematica-Kernevaluierung enthalten, diese Option.

Optionen für die Evaluierung

Mathematica erlaubt, daß für jede Zelle in einem Notebook ein anderer Evaluator spezifiziert wird. Sehr oft wird die Evaluator-Option aber nur für das Notebook insgesamt eingestellt, in der Regel mit dem Menüpunkt Kern (Kernel) der Benutzeroberfläche.

Für Stile, die Mathematica-Output darstellen, wird die Option CellAutoOverwrite in der Regel auf True eingestellt. Dies bedeutet: Wird eine Eingabe erneut evaluiert, so wird Mathematica automatisch die Ausgabe löschen, die vorher durch diese Eingabe erzeugt worden war, und wird sie mit der neuen Ausgabe überschreiben.

Die Option GeneratedCell wird gesetzt, wenn eine Zelle aufgrund einer externen Anfrage an die Benutzeroberfläche erzeugt wird, statt aufgrund einer interaktiven Operation in der Benutzeroberfläche. So ist zum Beispiel bei jeder Zelle, die sich als Ausgabe einer Kernevaluierung ergibt oder durch Anwenden einer Funktion wie CellPrint oder NotebookWrite erzeugt wird, die Einstellung GeneratedCell->True.

Optionen zur Kontrolle von Seitenumbrüchen, wenn Zellen ausgedruckt werden

Wenn ein Notebook auf dem Bildschirm angezeigt wird, kann darin kontinuierlich geblättert werden. Für den Ausdruck des Notebooks muß bekannt sein, an welcher Stelle Seitenumbrüche auftreten sollen. Wird die Option für den Seitenumbruch auf Automatic eingestellt, so wird Mathematica die notwendigen Seitenumbrüche vornehmen. Die Einstellung True bzw. False spezifiziert, daß ein Seitenumbruch immer bzw. niemals gemacht werden soll.

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