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Die Interpretation textueller FormenZeichenketten-orientierte Ausgabeformate

2.8.5 Abgekürzte und flache Ausgabe

Wenn Sie in Mathematica einen sehr langen Ausgabe-Ausdruck erzeugen, so möchten Sie sicher nicht immer den ganzen Ausdruck auf einmal sehen. Viel häufiger werden Sie sich sicher erst einmal ein Bild von der allgemeinen Struktur des Ausdrucks machen wollen, um dann vielleicht bestimmte Teile genauer zu betrachten.

Mit den Funktionen Short und Shallow lassen sich sehr lange Mathematica-Ausdrücke im „Überblick" ansehen.

Darstellung eines Ausdrucks im Überblick

Dies erzeugt einen langen Ausdruck. Wäre der ganze Ausdruck hier abgedruckt, so würde er sich über 23 Zeilen erstrecken.

In[1]:= t = Expand[(1 + x + y)^12] ;

Dies liefert einen einzeiligen „Überblick" über t. Die <<87>> besagt, daß 87 Terme ausgelassen wurden.

In[2]:= Short[t]

Out[2]//Short=

Wenn Mathematica Ausgabe erzeugt, schreibt es die Ausgabe zuerst in eine lange Zeile. Dann achtet es auf die von Ihnen verlangte Textbreite, und die Ausgabe wird in eine Folge separater „Zeilen" aufgeteilt. Jede dieser „Zeilen" kann natürlich hochgestellte Indizes und aufgetürmte Bruchdarstellungen enthalten, und wird so eventuell mehr als eine tatsächliche Zeile auf Ihrem Ausgabegerät einnehmen. Wenn Sie eine bestimmte Anzahl von Zeilen in Short spezifizieren, interpretiert Mathematica diese Zahl als die Anzahl der gewünschten „logischen Zeilen" und nicht als Anzahl der wirklichen physischen Zeilen Ihres speziellen Ausgabegerätes.

Hier sehen Sie eine vierzeilige Version von t. In diesem Fall werden mehr Terme gezeigt.

In[3]:= Short[t, 4]

Out[3]//Short=

Sie können Short auch mit anderen Ausgabeformen, wie beispielsweise InputForm, benutzen.

In[4]:= Short[InputForm[t]]

Out[4]//Short=

Short entfernt eine Folge von Teilen aus einem Ausdruck, bis die Ausgabeform auf die von Ihnen angegebene Anzahl Zeilen paßt. Manchmal mögen Sie es jedoch günstiger finden, nicht die Anzahl der Ausgabezeilen anzugeben, sondern, welche Teile des Ausdrucks weggelassen werden sollen. Shallow[ausdr, tiefe, länge] führt lediglich Argumente der Länge länge in jeder Funktion auf und läßt alle Unterausdrücke, die unterhalb der spezifizierten Tiefe liegen, aus.

Shallow zeigt einen anderen Überblick über t.

In[5]:= Shallow[t]

Out[5]//Shallow=

Dies führt lediglich 10 Argumente für jede Funktion auf, erlaubt aber jegliche Tiefe.

In[6]:= Shallow[t, {Infinity, 10}]

Out[6]//Shallow=

Shallow ist insbesondere nützlich, wenn Sie Teile eines stark geschachtelten Ausdrucks, wie zum Beispiel einer großen Listenstruktur, die von Trace zurückgegeben wurde, auf einheitliche Weise auslassen wollen.

Dies ist die rekursive Definition der Fibonacci-Funktion.

In[7]:= fib[n_] := fib[n-1] + fib[n-2] ; fib[0] = fib[1] = 1

Out[7]=

Dies erzeugt eine große Listenstruktur.

In[8]:= tr = Trace[fib[8]] ;

Mit Shallow erhalten Sie einen Überblick über die Struktur.

In[9]:= Shallow[tr]

Out[9]//Shallow=

Short liefert einen weniger einheitlichen Überblick, der schwieriger zu verstehen ist.

In[10]:= Short[tr, 4]

Out[10]//Short=

Die Interpretation textueller FormenZeichenketten-orientierte Ausgabeformate