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SonderzeichenBuchstaben und buchstabenähnliche Formen

3.10.2 Symbolnamen und mathematische Objekte

Mathematica interpretiert vorgabemäßig jede Folge von Buchstaben oder von buchstabenähnlichen Formen als Namen eines Symbols.

Alle diese Zeichen werden von Mathematica als Symbole behandelt.

In[1]:=

Out[1]=

Symbole mit eingebauten Bedeutungen, deren Namen nicht mit einem lateinischen Großbuchstaben beginnen

Im wesentlichen besitzen alle Symbole, die eine in Mathematica eingebaute Bedeutung haben, Namen, die mit Großbuchstaben beginnen. Zu den Ausnahmen gehören und , die jeweils mit E und I übereinstimmen.

Formen wie können in StandardForm sowohl für Eingabe als auch für Ausgabe verwendet werden.

In[2]:= {ExponentialE ^ (2 PiImaginaryI), ExponentialE ^ Pi}

Out[2]=

In wird als E ausgegeben.

In[3]:= OutputForm[%]

Out[3]//OutputForm= {1, E^Pi}

Out[3]//OutputForm= Pi
{1, E }

In geschriebenem Material haben die meisten mathematischen Objekte, mit denen man zu tun hat, üblicherweise sehr kurze Namen, die oft sogar aus einzelnen Buchstaben bestehen. In Mathematica ist es dagegen besser, längere und explizitere Namen zu verwenden.

In geschriebenem Material kann jederzeit erläutert werden, daß ein bestimmter mit einem einzigen Buchstaben dargestellter Name an der einen Stelle die eine Bedeutung und an einer anderen Stelle eine andere Bedeutung hat. In Mathematica dagegen wird davon ausgegangen, daß ein globales Symbol mit einem bestimmten Namen immer das gleiche bedeutet, sofern nicht gerade verschiedene Kontexte verwendet werden.

Daher ist es in der Regel besser, längere Namen zu verwenden, bei denen es wahrscheinlicher ist, daß sie eindeutig sind, und die deutlicher beschreiben, was sie bedeuten.

Für Variablen, denen kein Wert zugewiesen wird, oder für lokale Symbole ist es nichtsdestoweniger günstig und geeignet, kurze, oft aus einzelnen Buchstaben bestehende Namen zu verwenden.

Es ist vernünftig, der globalen Funktion LagrangianL einen langen und expliziten Namen zu geben. Den lokalen Variablen können durchaus kurze Namen gegeben werden.

In[4]:=

Out[4]=

Erzeugen von Objekten mit kommentierten Namen

Zu beachten ist, daß bei einer Notebook-Benutzeroberfläche in der Regel der Textstil durch Verwendung von Menübefehlen geändert wird. Intern fügt Mathematica dann von sich aus StyleBox-Objekte ein; dies muß also nicht explizit durch den Anwender erfolgen.

Eine Option für Zellen in einem Notebook

In der traditionellen mathematischen Schreibweise ist es üblich, daß Namen, die aus gewöhnlichen lateinischen Buchstaben bestehen, normalerweise in Kursivschrift dargestellt werden, andere Namen hingegen nicht. Wird TraditionalForm verwendet, dann wird Mathematica vorgabemäßig dieser Konvention folgen. Sie können explizit spezifizieren, ob Sie wollen, daß der Konvention gefolgt wird, indem Sie die SingleLetterItalics-Option für bestimmte Zellen oder Zellenstile festlegen.

SonderzeichenBuchstaben und buchstabenähnliche Formen